Zur vollständigen Kleinen Anfrage 4831 (Drucksache 17/12325).
Seit Beginn der Corona-Krise und seit den damit verbundenen ersten Maßnahmen zur Eindämmung des Virus, warnen Psychiater und Psychologen vor den seelischen und psychischen Folgen der Pandemie. Es wird vermutet, dass die Anzahl der Suizide in den nächsten Monaten zunehmen könnte; vor allem die wachsende Vereinsamung vieler Menschen wird als hoher Stressfaktor und damit auch als potenzieller Auslöser für eine Steigerung der Suizidrate angesehen.
Bundesweite Vergleichszahlen liegen noch nicht vor, aber es gibt schon erste Erkenntnisse aus Japan: So sank zwischen Januar und Juni im Jahre 2020 die Zahl der Suizide um ca. zehn Prozent. Obwohl die Entwicklung in Japan schon seit Jahren ersichtlich eine Abnahme der Suizide ausweist, stieg deren Anzahl im Juli 2020 auf das Niveau des Julis 2019, um dann im August über 15 Prozent des Wertes von August 2019 zu erreichen. Die Regierung bestätigte diese Steigerungen und erhöhte den Finanzansatz zur Prävention von Suiziden.
Wir fragten daher die Landesregierung:
- Wie viele versuchte Suizide verzeichnet die Landesregierung in den Jahren 2015 bis 2020? (Bitte eine Differenzierung nach Jahr, Alter, Geschlecht und Regierungsbezirk vornehmen)
- Wie viele vollendete Suizide verzeichnet die Landesregierung in den Jahren 2015 bis 2020? (Bitte eine Differenzierung nach Jahr, Alter, Geschlecht und Regierungsbezirk vornehmen)
Trotz der Wichtigkeit der psychischen Gesundheit der Bevölkerung, liegt der Landesregierung anscheinend noch keine Statistik zu vollendeten Suiziden im Jahr 2020 vor. Besonders in Hinblick auf den seit Mitte Dezember 2020 andauernden Lockdown und seine möglichen Folgen für die psychische Gesundheit überrascht dies. Wir werden dies weiterverfolgen!
Zur vollständigen Antwort der Landesregierung (Drucksache 17/12511).